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Soldan Moot 2013

Hannover, den 18. Oktober 2013. Es war kein einfacher Fall, den die Studenten beim 1. Soldan Moot Court zu lösen hatten. Darf einem Rechtsanwalt im Wege der vorbeugenden Unterlassungsklage untersagt werden, über bestimmte Äußerungen eines Dritten zu berichten, die ihm im Umfeld eines Mandats bekannt geworden sind? Was ist eigentlich ein Anwaltsmandat, wann beginnt es und was umfasst es?

Fragen, mit denen sich Studenten im Studium regelmäßig nicht befassen und die auch im Referendariat nicht vorkommen. Fragen, die sicher aber in der Beratungspraxis immer wieder stellen und zeigen, wie spannend das Berufsrecht sein kann. Dies war auch das Ziel des neu geschaffenen Soldan Moot Court. Auch alle 12 Studententeams von 10 Universitäten sahen dies so und haben in ihren Klageschriften, Klageerwiderungen und in der mündlichen Verhandlung, die sie jeweils auf beiden Seiten bestehen mussten, bewiesen, dass mit einer guten Ausbildung und Unterstützung ihrer Professoren tolle Leistungen möglich sind.

Oft fiel des den Juroren (gestandene Rechtsanwälte, Richter und Staatsanwälten) schwer sich für einen Sieger zu entscheiden, festzulegen, wer der bessere war. Und auch die Wettbewerbsrichter, die die Verhandlung führten ohne selbst bewerten zu müssen (was sich sehr bewährte) meinten in ihren Hinweisen an die Studenten, dass sie vieles richtig gemacht hätten. Man merkte dann auch den Teams die Spannung an, als im großen Schwurgerichtssaal des Landgerichts Hannover die Sieger verlesen wurden, die ins Halbfinale gekommen waren und noch einmal gegeneinander antreten mussten, um in diesem Saal das Finale zu bestreiten. Im Finale und Halbfinale warten es hochkarätige Juristen, wie der Generalstaatsanwalt in Celle, Dr. Frank Lüttig, der Richter am BGH Schmidt-Räntsch, die Chefredakteurin des Juristenportals www.lto.de oder der Vorstand der Soldan Stiftung Dr. Wissmann, die ihr Votum für die Teams abgaben.